Kinder und Jugendliche befinden sich in einer Lebensphase, in der sie aufgrund der ständigen Entwicklung, immer wieder neue Herausforderungen meistern müssen. Gerade wenn Situationen auftreten, die zu großen Belastungen führen, reagieren Kinder in der Regel sehr sensibel. Schwere Krankheiten, andauernde Konflikte oder die Trennung oder der Verlust von ihnen nahestehenden Personen kann dazu führen, dass die Belastungen zu groß werden und seelische Störungen oder Erkrankungen ausgebildet werden. In diesen Fällen ist meist professionelle Hilfe ratsam.

Bei der Kinder -und Jugendlichentherapie ist die therapeutische Beziehung von besonderer Bedeutung. Diese therapeutische Beziehung ist Grundlage dafür, dass das Kind oder der Jugendliche sich wohl, sicher und verstanden fühlt, um seine Gedanken und Gefühle ausdrücken zu können. Vor allem bei jüngeren Kindern und Jugendlichen helfen dem Therapeuten neben dem Sprechen auch spielen, zeichnen, bauen und andere Formen konkreten Tuns, um Gefühle und Probleme besser zu verstehen und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. So kann eine stabile Beziehung zwischen Psychotherapeut und Klient hergestellt werden.

Indem in einer psychotherapeutischen Situation Kinder und Jugendliche eine emotionale Unterstützung erhalten, können sie sich seelisch stabilisieren und neue Wege lernen, um eigene und zwischenmenschliche Konflikte besser zu lösen. Dies sind wichtige Grundlagen um beispielsweise eine Veränderung im eigenen Verhalten zu erlangen oder qualitativ verbesserte Beziehungen mit Familienmitgliedern und Freunden eingehen zu können.