Gelegentliche Verstimmungen und Niedergeschlagenheit kennt beinahe jeder. Es ist normal, sich im Alltag niedergeschlagen zu fühlen. Dies sind ganz natürliche Reaktionen auf gewisse Ereignisse, wie ein privates Vorkommnis, beruflichen Misserfolg, oder Verlust.
Sobald die Belastung nachlässt, bessert sich die Stimmung auch wieder. Ist dieser negative Gemütszustand jedoch hartnäckig und quälend, könnte es sich um eine Depression handeln. Bei Depressionen ist der Serotonin- und Noradrenalinspiegel im Gehirn verändert. Wahrscheinlich steht dies mit einer genetischen Vorbelastung in Verbindung, weshalb sich depressive Erkrankungen auch innerhalb der Familie nachweisen lassen. Oftmals gibt es keinen auslösenden Grund für eine Depression. Tätigkeiten die früher gerne ausgeübt wurden haben plötzlich überhaupt keinen Anreiz mehr.

Die häufigsten Symptome der Depression sind neben Verstimmungen und Niedergeschlagenheit, Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit, Rückzug aus sozialen Beziehungen, Selbstvorwürfe, Zukunftsängste, Hoffnungslosigkeit, Minderwertigkeitsgefühle, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafprobleme und körperliche Beschwerden.  Viele Betroffene leiden auch darunter, dass sich ihre Krankheit, im Unterschied zu körperlichen Erkrankungen nicht beweisen lässt und damit oftmals nicht ernst genommen wird.

Viele Betroffene neigen aufgrund der Hoffnungslosigkeit zur Suizidalität und benötigen dringend Unterstützung.

Untersuchungen der WHO zeigen, dass die Anzahl an Depressionserkrankten stetig am Steigen ist.  Derzeit leiden in Österreich etwa 400.000 Menschen an behandlungsbedürftigen Depressionen. Obwohl die Erkrankung so häufig ist, wird sie oftmals nicht sofort erkannt, da körperliche Symptome wie Kopf- oder Rückenschmerzen in den Vordergrund treten.

Scham und die Angst vor Vorurteilen führen leider oft dazu, dass Betroffene sich nicht trauen entsprechende Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dies führt zu unnötig verlängertem Leid für den Erkrankten.

Aufgrund der fehlenden Fähigkeit positive Gefühle zu erleben und der dadurch empfundenen Perspektivlosigkeit, sind die Betroffenen stark in ihrer alltäglichen Lebensführung eingeschränkt. Durch Identifikation depressionsfördernder Gedanken und gezielte Verhaltensänderungen, soll die Fähigkeit positive Gefühle zu empfinden gefördert werden und damit helfen die Depression zu überwinden. Auch wenn die Depression eine ernst zu nehmende Erkrankung ist, ist sie gut behandelbar.